Als sich Achilles nach mir sehnte …

Wer sich erwartet in diesem Artikel einige fußnahe Details der griechischen Mythologie zu finden wird enttäuscht werden, alle anderen können getrost weiterlesen. Am letzten Mittwoch habe ich mir beim Volleyballtraining meine Achillessehne gerissen; komplett versteht sich, von halben Sachen halte ich anscheinend nichts, was mich selbst vermutlich am meisten überrascht.

Nun sind mit so einem Riss einige Unannehmlichkeiten verbunden die relativ stark in den Alltag eingreifen. Da ist zuallererst mal der direkt auf den Riss folgende Abtransport per Rettung mit anschließender höfflich ausgesprochener, aber dennoch zerschmetternder Diagnose durch den Herrn Doktor. Nun heißt es jedoch nicht verzagen, denn die Operation, der ich eingewilligt hatte, sollte in zwei Stunden schon über die Bühne gehen, also um ca. 23:00, was mir jedoch sehr recht war, nach dem ich sie sowieso eher früher als später hinter mich bringen wollte. Die Operation selbst verlief offensichtlich erfolgreich und war wohl das am wenigsten unangenehme, denn ich bekam eine Angstauflösungsdroge verabreicht und mein linkes Bein erfreute sich einer kompletten Gefühlsabstinenz. Knapp mehr als zwei Tage später durfte ich unter den neidischen Blicken meiner Krankenhauszimmer-Kollegen das »Lorenz Böhler« Spital wieder verlassen und bin derzeit zwecks einfacherer Versorgung bei meinen Eltern untergekommen wo ich und mein liebgewordener weißer Stiefel mal mindestens eine Woche lang bleiben werden.

Der weitere Verlauf stimmt leider nicht sehr fröhlich: Insgesamt mindestens 6 Wochen Gips, der jedoch fast jede Woche neu gemacht werden muss. Weiters gibt es ein halbes Jahr komplettes Sportverbot, gar nicht zu sprechen von den Aussichten auf die Rehabilitation die der Gipszeit folgen wird. Daran das mir im Februar gleich zwei Skiurlaube verhunzt worden sind versuche ich einfach möglichst wenig zu denken …

Bis auf meine kleine Bewegungseinschränkung sollte aber alles relativ normal weiter verlaufen. Ich schreibe momentan sowieso an der Diplomarbeit, was sich prima von Zuhause erledigen lässt. Die wöchentlichen Treffen mit meinem Betreuer lassen sich vermutlich fürs erste ganz gut mit Skype erledigen und später wird man weitersehen. Wenn es Neuigkeiten gibt werdet ihr davon erfahren …