Manchmal da muss man den inneren Schweinehund überwinden und auch mal Künstlern eine Chance geben, deren Alben man sich sonst vielleicht nie angehört hätte. Dieser Artikel handelt von solchen Werken.

Goldfrapp - Seventh Tree

Manchmal da hört man ein Album, das so richtig aufregend ist. Das so abwechslungsreich ist, dass man das Gefühl bekommt man würde einen Sampler hören. Dieses gehört nicht dazu. Vielmehr wiederholt sich der Gedanke: Nur noch 9mal auf “next” drücken, dann ist es vorbei, nur noch 8mal….
Dieses Gefühl bleibt auch recht lang erhalten, da das Album einfach zu ruhig bis unglaublich langweilig geraten ist. Während einzelne Lieder vielleicht noch erträglich wären ist es die Menge an ähnlichen Stücken, die hier vernichtend wirkt. Erst bei Track 9, dem Song “Caravan girl” wird es besser, doch da ist es eigentlich schon zu spät. Der Gesamteindruck ist bereits zerstört und andere Goldfrapp-Einsteiger werden das wahrscheinlich ähnlich sehen.

Morcheeba - Dive Deep

Manchmal da hört man ein Album, das viel besser ist als die ganze andere aktuelle Musik. Dieses nicht. Besser als das oben erwähnte, aber ansonsten recht unspektakulär. Ebenfalls eher eintönig, dabei aber ein wenig aufregender als Goldfrapp. Es wird zwar laufend zwischen Pop, Hip Hop und chilligen House-Klängen gewechselt, doch die Songs spielen sich alle in derselben Stimmung ab und keines der Werke kann dabei herausstechen. Morcheeba bietet hier aber keine wirklichen Hitkandidaten und damit ist die CD auch nicht empfehlenswert.

Sheryl Crow - Detours

Manchmal da hört man ein Album einer Künstlerin, von der man weiß, dass sie schon einige gute Tracks veröffentlicht hat. Bei Sheryl Crow sind das Songs wie “All I wanna do“, “Soak up the sun” oder “If it makes you happy“, weswegen man sich denkt, mit so einer CD kann man nicht viel falsch machen. - Man kann. Nicht, dass “Detours” schlecht wäre, es ist nur nicht sonderlich gut. Eher ok. Durchschnittlich eben, mit den brauchbaren Songs “Gasoline” und “Drunk With The Thought Of You“. Hits gibts nur auf der Best of CD.

Tarkan - Metamorfoz

Manchmal da hört man ein Album, …hihihi. Nein, was soll das. So ein Tarkan-Werk ist wie man es sich erwartet, eine Ansammlung von tanzbaren Songs á la “Simarik“, wenn auch nicht ganz so eingängig. Dafür ist beinahe jede der 10 Nummern Beat-lastig und damit tanzbar. Die Texte verstehe ich nicht aber wahrscheinlich sind sie anspruchsvoll. Es kommt ein wenig Urlaubsfeeling beim hören auf, aber es ist keine CD die man besitzen muss.

Das war meine Meinung, ich bin auf eure gespannt. Falls ihr eine dazu habt…