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Funkmaster ›
Pietropizzi ›
Angefangen hat dieser Artikel eigentlich als ein Kommentar zu Ben’s kürzlich erschienener Filmkritik zu »Ein Quantum Trost«. Als ich zu schreiben anfing merkte ich mit der Zeit, dass der Text immer länger wurde und dass ich es anscheinend doch geschafft habe meine Eindrücke schön langsam in Worte zu fassen. Und dann sprudelte es nur so aus mir raus, definitiv zu viel für einen Kommentar.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, was beim neuen Bond alles falsch ist (keine Sorge, keine Spoilergefahr).
Am meisten muss ich dir beim letzten Punkt
Alles Dinge die einem zwar auffallen, welche aber – so seltsam das klingen mag – das Filmerlebnis nicht wirklich trüben.
widersprechen, ich finde nämlich, dass das Filmerlebnis sehr wohl durch die Schwächen getrübt wird und zwar erheblich.
Alles was mit der Inszenierung zu tun hat wurde auf sehr hohem Niveau präsentiert und verleiht dem Film in meinen Augen einige echt beeindruckende Momente. So sehr mir diese auch gefallen haben, dürfen solche imposanten visuellen Darbietungen nur die Nebenrolle spielen, denn alleine machen sie keinen guten Film. Sie können die Hauptrolle, ich meine hier die Handlung, besser aussehen lassen, sie aber nicht ersetzen. Genau das ist hier passiert und gerade nach einem Teil der in meinen Augen alles richtig gemacht hat (»Casino Royale«) fällt diese Schwäche besonders stark auf.
Die Schauplätze der Handlung werden lieblos aneinander gereiht ohne irgendeine gute Verbindung zwischen ihnen herzustellen und sind unheimlich repetitiv. Die Rolle der Bösewichte ist leider eher lächerlich und noch dazu nicht wirklich verständlich. Und dann setzt man noch sehr schwache Dialoge drauf (bis auf sehr wenige Ausnahmen). Das Ergebnis war für mich absolute Gleichgültigkeit der Handlung und dem Hauptcharakter gegenüber, womit ich total desinteressiert schön inszenierte Actionszenen über mich ergehen lies.
Und dann wäre da noch das Thema das du schon angeschnitten hast,
Außerdem entwickelt sich der Charakter fast schon eine Spur zu weit
die Entwicklung des Charakters James Bond. Sie geht auch meiner Meinung nach zu weit. Man hätte viel näher am »Casino Royale«-Bond bleiben müssen, der innere Konflikt im vorhergehenden Teil war definitiv einer der Hauptträger des Erfolgs des weiterhin besten Bonds. Wie ist es nur gelungen »Daniel Craig 2« so uninteressant zu machen, wo doch die Ausgangslage soviel hergibt? Außerdem war in »Casino Royale« alles so mitreißend und voller Emotionen, davon ist hier nichts mehr zu sehen. *Seufz*
Um genauer festzustellen was alles schief gegangen ist werde ich ihn mir nochmal ansehen müssen. Ich denke die Macher des Films wollten unter anderem viel zu viel darin unterbringen, weshalb aber nichts davon aufgegangen ist.
Das klingt alles etwas dramatisch. Ich muss das hier gesagte insofern relativieren, als das der Film absolut gesehen nicht wirklich schlecht ist, ich war einfach schwer enttäuscht weil er so viel mehr hätte sein können.
5 Kommentare
itachi
11. November 2008 um 09:17
so gehts mir auch immer wieder, wenn ich mit zu hohen erwartungen ins kino geh (das letzte mal wars so bei “burn after reading”). deshalb versuch ich das bestmöglich zu vermeiden, auch wenn das manchmal schwer ist.
Bond: Ein Quantum Trost
11. November 2008 um 09:22
[…] und Rezensionen zu Bond gibt es bereits in vielen Blogs, eine kleine Übersicht: Kritik zu Ein Quantum Trost Quantum of Solace bei bildbunt Trailer von Ein Quantum Trost Ein Qantum Trost bricht Rekorde Nur […]
Benedikt
11. November 2008 um 17:36
Interessante Ansicht, Peter. Ich glaub wir erkennen im Film das gleiche Problem aber interpretieren dieses jeweils verschieden. Ich hab nämlich das Gefühl, dass in diesem Fall ein zweiter Kinobesuch (auch ich spiele mit dem Gedanken), bei dem man sich besser auf Details konzentrieren kann, den Film aufwertet. Ich hab dieses Gefühl nicht bei jedem Film, aber bei “Ein Quantum Trost” schon. Wärst du bei einer OV-Vorstellung dabei?
Pietropizzi
13. November 2008 um 00:15
Naja wir können ja nochmal darüber reden. Das ganze auf Englisch klingt recht verlockend, sollten wir machen. Diesmal schreibe ich mit
itachi
13. November 2008 um 17:51
ganz schön professionell
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Happy New Year + Voten
01. January 2009 › 0 Kommentare ›
Ich hoffe ihr alle habt den Jahreswechsel gut überstanden und fühlt euch schon wieder einigermaßen fit. Falls ja, ist es an der Zeit sich wieder dem Business zu widmen, wenn auch auf gemütliche Weise, denn gerade wurde die erste Umfrage der Jahrescharts 2008 frei geschaltet, also votet fleißig.
Ich freue mich schon auf die Ergebnisse.
Digitale Kunst
18. December 2008 › 2 Kommentare ›
Beim durchforsten von Photoshop-Tutorials im Web bin ich schon sehr oft auf äußerst beeindruckende Kunstwerke gestoßen. Was einige Leute hier mit Maus und Tastatur statt Pinsel zusammenbringen verdient mindestens eine Ausstellung in einer Gallerie. Wenn auch das nicht das richtige Medium wäre. Eine besonders eindrucksvolle kleine Sammlung sind folgende 48 Beispiele. Einige davon würde ich mir sofort als Poster aufhängen, traumhaft.
Das (Un)Wort des Jahres
04. December 2008 › 6 Kommentare ›
Man kennt es eigentlich nur aus den Nachrichten, dass irgendwann kurz vor dem Jahreswechsel das Wort und das Un-Wort des Jahres bekannt gegeben werden. Oft fragt man sich dabei “Und wer hat da abgestimmt”? Diesmal könnt ihr es sein, denn diesmal weiß ich wo es die Möglichkeit dazu gibt. Ihr müsst einfach diesem Link folgen und schon könnt ihr eurem Favoriten zum Sieg verhelfen. Viel Spaß.
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