Der Meister des Gitarren-Pops und Wegbereiter für unzählige chillige Stunden hat ein neues Album. “Sleep Through The Static” heißt es und natürlich gilt es sofort als Pflicht dieses Werk käuflich zu erwerben. Hier handelt es sich schließlich um Jack Johnson. Aber Moment, nicht so schnell.

Denn Jack Johnson hat aktuell bereits das erreicht, was auch viele andere Künstler anstreben. Ihm eilt ein extrem guter Ruf voraus und dieser beinhaltet unter anderem den Gedanken “Es gibt keine schlechten Jack Johnson Alben” in den Köpfen der Käufer. Ein großes Plus für einen Musiker, wie man sich denken kann.
Doch woher kommt dieser Selbstläufer, der so große Erfolge beschert? Aus konstant guten und regelmäßigen Veröffentlichungen, wie vielleicht viele sagen würden? - Eigentlich nicht, denn seit Jack Johnson vor ca. 3 Jahren seinen phänomenalen Durchbruch geschafft hat und praktisch über Nacht den Markt mit starken Songs und guten Videos überschwemmt hat ist kaum noch etwas nachgekommen. Die wirklichen Hits a la “Taylor” oder “Sitting, waiting, wishing” stammen aus den Jahren 2005 und davor. Seitdem ist eigentlich nur der Soundtrack zum Film “Curious George” entstanden und der war, offen gesagt, relativ seicht.

Ein Attribut, das auch ganz gut zum aktuellen Werk “Sleep Through The Static” passt. Einheitsbrei wäre wohl eine zu radikale Beschreibung, auch weil Jack Johnson einfach ein herausragender Musiker ist aber mittlerweile wirken seine Songs einfach zu eindimensional. So auch die aktuelle Single “If I had eyes“, die nicht so recht überzeugen will. Die positiven Erscheinungen der Platte sind die Tracks “Sleep Through The Static” und “Go on“. Das war es dann aber auch schon.

Nicht falsch verstehen, auch ich mag Jack Johnson, aber auf Grund seiner Erfolgsgeschichte ist dieses aktuelle Werk das erste, das wohl kritisch betrachtet werden wird, da der Anfangs-Hype nun verflogen sein sollte. Und sonderlich überzeugend ist es nicht. Nett? Ja schon. Hits oder zumindest besonders eingängige Songs? Leider nein. Gute Hintergrundmusik für chillige Sommertage. Aber ob es sich lohnt dafür Geld auszugeben…

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