Ein lang gezogenes “My name is Kid Rock” war damals das erste was man von ihm zu hören bekam. Seitdem hat sich viel getan, denn mittlerweile kennt beinahe Jeder den Proll, der hauptsächlich als Lover von Pamela Anderson in Erscheinung getreten ist. Jetzt hat Kid Rock ein neues Album, das irgendwie alles wieder ändert.

Dabei gilt es noch anzumerken, Kid Rock war mal eine positive Erscheinung in der Musikwelt. Sein Album “Devil Without A Cause“, mit dem er 1998 den Durchbruch schaffte, war vielseitig, facettenreich und so vieles mehr als der Medientaugliche Dreck der den Fans danach die Lust nahm sich noch ein Werk des Mannes anzuhören. Und es scheint, dass er wieder an früher Tage anknüpfen möchte. Wenn auch ganz anders als gewohnt.

Das neue Album “Rock´n´Roll Jesus” ist wohl am Besten als Country-Platte mit einigen Ausflügen in die Welt des Rocks zu beschreiben. Dabei wird zwar nicht gänzlich auf die üblichen Macho/Poser-Nummern verzichtet, aber sie erscheinen im erträglichen, weil unterhaltsamen, Rahmen. So werden die Nummern “Rock´n´Roll Jesus” und “So hott” im schlechtesten Fall mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen und können im Idealfall richtig gefallen.

Bei den restlichen Tracks sticht vor allem “All summer long” heraus, auch weil dabei viel von “Sweet home Alabama” verwendet wurde. Doch selbst das kann man Kid Rock verzeihen, da diese Teile auf wirklich sympathische Art und Weise eingebaut wurden und der Song damit als Ganzes seine Berechtigung bekommt. Ansonsten können noch “Roll on” und “Half your age” durchaus gefallen.

Man muss Kid Rock nicht mögen, aber das Album “Rock´n´Roll Jesus” kann nach langer Zeit voll Abneigung und Unverständnis, wieder Sympathiegefühle wecken. Wenn man es lässt. Ich bin positiv überrascht und kann nur empfehlen mal reinzuhören.

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