Seit mittlerweile 10 Jahren sind Linkin Park fixer Bestandteil der Musikszene und sie haben diese Zeit genutzt um zahlreiche Alben herauszubringen und auch um einige Experimente durchzuführen. Jetzt ist mit “Minutes To Midnight” ein neues Album am Markt, das helfen soll an vergangene Erfolge anzuknüpfen.

Denkt man an Linkin Park dann hat man ihren typischen Sound im Kopf. Die harten Gitarren, den meist emotionalen Gesang und den etwas eigenwilligen “Keyboarder“. Alles Eindrücke die man von zahllosen Veröffentlichungen kennt und den größten Teil ihrer Musik geprägt hat, doch genau diesen Stil sollte man “Minutes To Midnight” nicht erwarten. Zwar wird mit “What I´ve done” noch eine erste Auskopplung präsentiert die an ältere Hits nahtlos anschließen kann, doch damit hat es sich dann auch schon.

Das aktuelle Album bietet vielmehr eine Variation früherer Platten. Teils ins Härtere, wie man es noch von der ersten CD “Hybrid Theory” kennt, teils in softere, was eher Neuland für Linkin Park darstellt. Gerade dieser Reichtum an fast schon poppigen Nummern ist etwas mit dem es schwer fällt sich als gestandener Fan anzufreunden. Der Höhepunkt dieser Irritation ist dann der Song “Hands held high” der im Refrain zahlreiche “Amen” zu bieten hat.
Bei den härteren Tracks brilliert die Gruppe jedoch wie gewohnt.

Neben der akzeptablen Single begeistern die Songs “Bleed it out“, “Shadow of the day“, “In pieces” sowie “Given up“, das Highlight des Albums.

Durch dieses Album kann wohl keiner mehr Linkin Park vorwerfen einseitig zu sein. Ganz im Gegenteil, “Minutes To Midnight” ist eine vielseitige Platte, nur eben nicht das was man sich erhofft und/oder erwartet hat. Dennoch hat sie einige starke Nummern zu bieten, was sich auch in den Verkaufszahlen wiederspiegeln sollte. Prädikat: Hörenswert!

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