Man legt die CD in das Abspielgerät, drückt auf Play und schon Sekunden später hat man das Gefühl wieder in den 90ern zu sein. Genauer gesagt am Anfang eines Arcade-Games. Welch furioser Auftakt. Gerade richtig für das Comeback von Erasure.

Schon nach einem kurzen Augenblick weiß man dann wieder was Sache ist. Man befindet sich im Land des Trash und entdeckt ein Begeisterung wieder, die eigentlich nie da gewesen ist. Nur ganz “harte” werden dieses Gefühl der Freude während der ganzen Länge des Albums verspüren, wobei mit “I could fall in love with you you” sogar ein potentieller Hit zu finden ist. Aber Fakt bleibt Fakt. “Light At The End Of The World” von Erasure ist einfach schlecht. Und doch irgendwie nett…

Ebenfalls in der Zeit zurück versetzt fühlt man sich beim neuen Album von Poison, den Rockern aus der Uhrzeit. “Poisond” heißt das aktuelle Werk der Gruppe von der mehr man zwar lange nichts gehört hat, um die es aber nie still geworden ist. Mit erschreckender Regelmäßigkeit wurden da neue Album auf den Markt geworfen, der Erfolg blieb jedoch aus. Ein Schicksal, das auch für die aktuelle CD realistisch erscheint. Zwar ist es eben sehr nett zu hören, aber das durchgehende Gefühl den Song schon gehört zu haben (und das trifft auch zu) will einfach nicht verschwinden. Und somit wird auch dieses Album von Poison nur eine Randnotiz bleiben…

Apropos Comeback, auch die Smashing Pumpkins lassen alte Zeiten wieder aufleben, touren gerade und haben ebenfalls ein neues Album am Markt, das klingt als wären sie niemals weg gewesen. “Zeitgeist” wurde als interessanter Name der CD gewählt, die überraschend rockig geworden ist und manchmal sogar das Gefühl von Happy-Sound vermittelt. Dieser Mangel an Depressivität tut der Qualität jedoch keinen Abbruch und so findet man nach einige schwächeren Stücken am Anfang zahlreiche gute Tracks. Dabei ist das Beste und Band-typischte Lied wohl “Neverlost“. Musik für junge und alte Fans.

Gar nicht nett finde ich Ryan Adams, der meinen Sticky getötet hat. Ansonsten hätte ich das geschrieben:
Ryan Adams, der von so vielen geliebt wird für seine “Wonderwall” -Verschandlung, hat ebenfalls ein neues Album. Mit “Easy Tiger” betitelt ist es wie zu erwarten recht ruhig ausgefallen. Hübsche Melodien mit anständigen Lyrics. Okay aber zuviel Country und ohne wirkliche Highlights. Zumindest auch keine weitere Oasis Interpretation.

So empfinde ich nur Hass. Guten Tag