Press Play” lautet der Titel von Sean Combs´ (den man auch unter Puff Daddy kennt und der zur Zeit als P.Diddy unterwegs ist) neuem Album, dass erst vor Kurzem den Deutschen Musikmarkt erreicht hat und natürlich kommt die Redaktion dieser Aufforderung nach.

Das Erste was dem Hörer beim betrachten dieser Platte auffallen wird ist wahrscheinlich die überdurchschnittliche Starbesetzung. Oder es ist der Körper der fast nackten Frau auf der Innenseite des Booklets…
Sobald man sich davon lösen kann sind es aber sicherlich die gefeatureden Stars, denn zum Aufnehmen des Albums wurde scheinbar das Who is who der R´n´B und Hip Hop Szene verpflichtet. Neben Mackern wie Nas, Jamie Foxx und Mario Winans findet man hier Damen wie Christina Aguilera, Brandy, Nicole Scherzinger (Frontfrau der Pussycat Dolls) und Mary J. Blige. Das eine derartige Besetzung keinen Garant für hohe Qualität bietet ist einschlägig bekannt und wird auch hier wieder bewiesen.

Leider, denn P.Diddy hat eigentlich als Produzent schon öfters gezeigt, dass er das Gehör und das Gefühl für Hits hat. Eben diese sind es aber, die auf diesem Album fehlen. Viel zu wenige der Songs sind wirklich eingängig und bleiben nach den ersten Hörversuchen in Erinnerung. Einzig die Beats stechen hier durchgehend heraus. Das ist aber auch das Minimum, welches es im Hip Hop zu erfüllen gilt.

Das größte Hitpotential hat sicherlich der bereits veröffentlichte Track “Come to me (feat. Nicole Scherzinger)“, der durch eine gute musikalische Abstimmung und die Tanzeinlage des Rappers im Video glänzt. Schon die zweite Auskopplung “Tell me (feat. Christina Aguilera)” wird sich schwer tun ähnlichen Erfolg zu erreichen. Ähnlich ergeht es auch den noch nennenswerten “Everything I love (feat. Nas and Cee-lo)” und “After love (feat. Keri)“.

P.Diddy´s “Press Play” kann die hohen Erwartungen sicherlich nicht erfüllen, die bei einer erfolgreichen Karriere, wie seiner wohl angebracht sind. Das Gute ist das, was kommt wenn man 2mal auf Play drückt. Nämlich die Pause.

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