Pop-Musik ist ein Begriff, der ständiger Veränderung unterworfen ist. Definiert wird er nicht unbedingt durch die Hörer, sondern vielmehr durch die Medien, wie TV, Radio und auch Kritiker, die Künstler zunächst kategorisieren müssen, bevor entschieden werden kann was mit ihnen gemacht wird.
Obwohl diese Musikrichtung immer mit einem negativen Beigeschmack behaftet ist, sie ist die populärste, wie der Name schon sagt. Damit steht auch fest, sobald kommerzieller Erfolg im großen Rahmen besteht, handelt es sich um Pop. Und früher oder später wird ohnehin alles zu Pop. So wie das was früher Rock war. Diese Interpreten sind es wohl jetzt schon.

Sara Bareilles

Newcomer
Aktuelles Album: “Little Voice
Bester Song daraus: “Love Song

Die talentierte Amerikanerin Sara Bareilles, die schon seit vielen Jahren musikalisch aktiv ist hat kürzlich mit ihrem “Love Song” den Durchbruch geschafft. Und das völlig zu Recht, denn der Song geht sehr gut ins Ohr. Das Instrument, das dabei im Vordergrund steht ist das Klavier.
Diesen Platz behauptet es auch am Album “Little Voice“, das zusammen mit der Single erschienen ist. Nur scheint da auch das Problem zu liegen, denn so sehr die Sängerin auch musikalisch talentiert und mit einer guten Stimme gesegnet sein mag, das Konzept geht nicht auf. Dazu fehlen einfach die Hits und außer der aktuellen Single verdient kein Track diese Bezeichnung. Auch wenn sie alle sehr nett geworden sind besticht ansonsten nur noch die Ballade “Gravity“.
Klavier-Pop mag zwar immer für 1, 2 Hits gut sein, aber in den meisten Fällen verschwinden die Interpreten, dann auch schnell wieder. (siehe Vanessa Carlton; Als Gegenbeispiel könnte man Alicia Keys anführen aber die macht R’n'B, und selbst dort ist sie Ausnahme zur Regel) Der Einsatz vom Klavier in der Pop-Musik funktioniert zurzeit also nicht, zumindest wenn Künstler ihre gesamten Werke danach ausrichten. Aber vielleicht beweist ja Sara Bareilles in baldiger Zukunft das Gegenteil.

OneRepublic

Newcomer
Aktuelles Album: “Dreaming Out Loud
Bester Song daraus: “Stop and stare

OneRepublic verdanken ihren aktuellen Erfolg dem Rapper und Produzenten Timbaland, der die Amerikanische Band an dem Hit “Apologize” teilhaben lies. Dieser Erfolg und die dazugehörige Medienpräsenz wurde sogleich genutzt um das eigene Album “Dreaming Out Loud” (mit 2 Versionen des Songs) zu promoten.
Ursprünglich als Alternative Rock eingestuft lässt OneRepublic allerdings nur wenige Töne in diese Richtung anklingen. Der Großteil des Albums besteht aus Balladen, die teilweise gut ins Ohr gehen öfters aber auch ihr Ziel verfehlen. Zu den positiven Erscheinungen der Platte zählen dabei “Mercy“, “Prodigal” und “Someone to save you“, sowie die aktuelle Single “Stop and stare“, die mit Abstand am hellsten scheint.
Das Gefühl für Hits haben OneRepublic bereits bewiesen und für ein Debüt-Album ist “Dreaming Out Loud” ist nicht schlecht. Grund genug auf die Zukunft der Band gespannt zu sein.

Panic At The Disco

Bekanntester Song: “I write sins not tragedies
Aktuelles Album: “Pretty Odd
Bester Song daraus: “Pas De Cheval

Mit Veröffentlichung ihres letzten Albums “A Fever You Can´t Sweat Out” hatten Panic At The Disco ein Welle des Erfolgs losgetreten und sofort wurden die damaligen Newcomer als Band der Zukunft gefeiert. Ob das berechtigt war oder nicht wurde dabei zur Genüge diskutiert.
Mit “Pretty Odd” ist kürzlich ein zweites Album erschienen, an dem man die Band messen kann und wird. Was sofort positiv auffällt ist, dass nun endlich der Electro-Blödsinn ganz rausgelassen wurde. So eigentlich auch der Rock und was damit bleibt ist eine Pop-Platte. Eine sehr durschnittliche Pop-Platte, aber dennoch fällt es nicht schwer das als Verbesserung anzusehen. Immerhin sind mit “Pas De Cheval” und “When the day met the night” auch Songs vertreten, die gefallen können. Nicht unbedingt Hits aber durchaus interessant.
Ob die Fan-Gemeinde von Panic At The Disco sich damit zufrieden gibt ist ungewiss. Obwohl sie eigentlich fanatisch genug sein müssten, so oft wie sie sich für ihren Musikgeschmack wohl schon zu rechtfertigen hatten… Man weiß es nicht. So oder so, eine Trendwende, die gefällt auf einem Album, das aber recht wenig zu bieten hat.