Bezüglich der sos-orf-Homepage: Ich finde diese Seite ist absolut inhaltslos. Das Einzige was es zu lesen gibt sind die Floskeln die man auch überall anders lesen konnte. Weiters wird nur Kritik geübt, aber es werden keine wirklichen Lösungen geboten, kaum Vorschläge gemacht WER diese bekrittelten Positionen besetzen sollte bzw. welche Vorraussetzungen diese Person mitbringen müsste. Natürlich abgesehen davon, dass Er/Sie keinerlei politische Meinung oder Orientierung haben sollte. Der Größte Witz an der Seite ist für mich der Punkt “Wer”, bei dem man nach jedem Namen der prominenten Unterstützer die Möglichkeit hat sich einzutragen. Auf mich wirkt diese Aktion nicht sonderlich gut strukturiert und lässt zu viele Fragen offen.
Ich fände es interessant wenn die Schöpfer der Petition ein Musterprogramm für einen Tag ORF-Fernsehen vorzeigen würden, da ja nicht nur die ZIB und die Politsendungen kritisiert werden sondern das gesamte Programm, inklusive der Abendfilme. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit einem intellektuell anspruchsvolleren Hauptabendprogramm glücklich wäre. Wir sind schließlich in Österreich.
Ich bin zwar auch der Meinung, dass der ORF unabhängig zu sein hat, dennoch finde ich das die ganze Situation übertrieben dargestellt wird, schließlich wird Keiner gezwungen sich dem Programm hinzugeben. Es steht Jedem frei sich seine Meinung selbst zu bilden und es stehen noch genug andere Medien zur Verfügung. Außerdem stelle ich in Frage wie sinnvoll eine Petition zur Befreiung des ORF ist wenn sich eine Partei (Die Grünen) auf der Liste verewigt. Das gibt Einem nicht unbedingt das Gefühl, dass sie es Anders machen würden, sondern mehr das sie sich beschweren, weil SIE nichts zu sagen haben.
Eine Petition ist ja im Prinzip nichts Anderes als eine Bitte oder Beschwerde, die man bei einer Behörde einreichen kann. Die Forderung nach qualitativ hochwertigerem Programm und Rückgang der Parteieneinflußnahme würde ich wohl als solches bezeichnen. Eine Petition ist allerdings kein Reformpaket, das dem Anspruch gerecht werden muß, konkrete Maßnahmen zu beinhalten, daher kann man den Initiatoren nicht unbedingt ankreiden, daß sie keinen Programm-Prototyp vorlegen.
Das Argument mit der Medienvielfalt und daß man nicht dazu gezwungen wird, sich den ORF reinzuziehen find ich nicht ganz so stichhaltig, weil man ja schließlich Gebühren dafür zahlt, ob man es sich ansieht oder nicht- da sollte man doch mitreden dürfen! Sonst bräuchte man auch keinen Konsumentenschutz oder Reklamationsabteilungen…wenn ich mit einer Ware oder Dienstleistung nicht zufrieden bin, hätt ich’s ja auch nicht unbedingt konsumieren müssen…und welches Unternehmen kann sich lange über Wasser halten, wenn etwa 53 % seiner Kunden( lt. Gallup-Institut) nicht zufrieden sind?!- Ganz recht: ein Öffentlich-rechtliches, aber sollte es die Kritik nicht trotzdem ernst nehmen???
Was die Sache mit dem intellektuell-anspruchsvollen Fernsehen betrifft möcht ich nur darauf hinweisen, daß der ORF per Mediengesetz(!) dazu verpflichtet ist Bildungsfernsehen zu betreiben…das heißt sicher nicht, daß jetzt 24 Stunden am Tag “Schulfernsehen” aus der Kiste flimmern muß, aber halbwegs anspruchsvolle Fernsehformate zur Geisterstunde zu verlegen oder ganz zu streichen, kann’s auch nicht sein.
Zu guter letzt möcht ich auch noch meinen Senf zur ORF-Besetzung abgeben: Kriterien für Personen in den Schlüsselfunktionen sollten sich- wie überall anders auch (…)- auf die Sachkompetenz beziehen und nicht darauf wie tief man in den Arsch eines Politikers kriechen kann…wenn Westenthaler, Molterer und Konsorten Beiträge kritisieren, sollte das nicht dazu führen, daß man Berichterstattung sofort so konzipiert, daß sie sich friedlich schnurrend wieder zurücklehnen können…
Tatsächlich ist die Information, wer zum Beispiel -und vor allem warum, hinter den promineneten Namen steckt eher dürftig. Tatsächlich geht es aber um die politische Einflußname der regierenden. Was früher im “Gleichgewicht des Schreckens” lag, nämlich im alles bestimmenden Proporz, liegt nunmehr in einer einzigen politischen coleur.
Insbesondere die sehr wichtigen Nachrichtenmagazine ( Report, Sommergespräche, offen gesagt, zib, … ) unterliegen einem einzigen weiungsberechtigten. Und das gilt es kritisch zu betrachten. Mir selbst liegt an der Unterhaltungssparte weniger, weil sie dem öff.recht. Auftrag (Bildung, Politik, Kultur usf. ) hintangestellt ist.
Sicherlich ist es sehr fragwürdig, wenn ein ORF Werbung ausstrahlt wie es einem privaten zur Ehre gereichen würde… Siehe zum Beispiel den provokativ aufgeteilten Sendungskomplex von ‘Willkommen Österreich’ in mehrere Blöcke, um dazwischen zu werben.
Okay Claudl, wenn du sagst eine Petition ist nur dazu da Kritik anzubringen (was ich dir auch glaube), dann hab ich wohl ein Problem mit der Petition an sich, denn der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass der dümmste aller Dummen dazu in der Lage ist zu sagen, dass er etwas nicht mag. Von der intellektuellen Elite Österreichs kann man doch ein wenig mehr erwarten. Das ihnen der dabei entstandene Medienrummel sicher nicht schadet ist klar, aber das kennen wir ja schon von den Herren Haider und Strache, die genau diese Art der Politik benutzt haben bzw. es immer noch machen um an Popularität zu gewinnen.
Das bringt mich auch wunderbar zu Punkt 2, nämlich den Gallup-Umfragen. Wenn man eine Person fragt ob sie zufrieden sei wird sie fast immer antworten, dass es besser sein könnte. Du willst ein Beispiel? Gerne. Erinnern wir uns ein paar Jahre zurück als Umfragen vorgenommen wurden bezüglich der Regierung. Auch hier war die Mehrheit der Bevölkerungen unzufrieden und was ist passiert. Die gleichen Parteien wurden wieder gewählt. Damit will ich nur sagen, dass diese Umfragen nicht wirklich aussagekräftig sind.
Was das Bildungsfernsehen betrifft, auch ich bin der Meinung, dass der ORF seinem Bildungsauftrag nachzukommen hat, ich wage nur zu bezweifeln, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit mehr Bildungsfernsehen zufrieden wäre, oder glaubt ihr wirklich, dass 53% der Bevölkerung lieber eine politische Diskussion im Hauptabendprogramm hätten, als irgendeinen stupiden Krimi?
Ad 1: That’s democracy, Baby! Jeder darf eine Meinung haben und diese auch öffentlich machen- egal wie gut argumentiert oder durchdacht sie sein mag…und vergiss nicht: Diese “Dummen” machen auch am Wahltag ihr Kreuzerl. Eine Petition ist eines von den möglichen demokratischen Instrumenten, mit denen wahlberechtigte BürgerInnen, außerhalb der Wahlen zu Sachthemen Stellung nehmen können. Ich geb dir völlig recht, daß man, wenn man seine Meinung schon öffentlich macht, ein bißchen bessere Argumente haben sollte, als, daß es halt grad “ur cool” oder “in” ist für oder gegen etwas zu sein! Aber Demokratie ist-wie gesagt- die politische Form, die dem größten Vollkoffer erlaubt die Goschn aufzureißen! (nur um das kurz klarzustellen: Ich möcht mich hier nicht als Feind der Demokratie outen!!! )
Apropos Volkoffer: Was an den Herrn Haider und Strache zu kritisieren ist, sind vielleicht die demagogischen Hetzreden- die Tatsache, daß sie eine bereits existierende Stimmung der Massen zur Mobilisierung für die eigene Sache benutzen ist aber ziemlich alltäglich. Dir, als BWL- Student, sind doch sicher gewisse Prinzipien des Marketings geläufig…und das hier ist ja nichts Anderes!
Ad 2: Ich glaub, ehrlich gesagt, nicht, daß die Leute bei solchen Umfragen aus Prinzip schon mal sagen, daß etwas besser sein könnte. Wenn’s eh paßt (der Gunkl hat das ja schon so schön gesagt! ), dann rümpft keiner die Nase…und dein Beispiel mit der schwarz-blauen Regierung hängt auch mit der politischen Kultur Öterreichs zusammen (zum Unterschied mit der Frankreichs beispielsweise, wo die Leute politischer und weitaus aufmüpfiger sind als hierzulande..) und mit den Erwartungen, die die WählerInnen an eine stärkere ÖVP hatten, aber das führt hier zu weit und bezieht sich nicht mehr auf das eigentliche Thema.
Ad 3: Wie ich schon in meinem vorhergehenden Kommentar bemerkt hab, geht es wohl weniger darum den ORF ausschließlich als Bildungsrundfunk umzugestalten, aber ein gewisses Maß sollte schon gewährleistet sein! Nicht umsonst ist der Bildungsauftrag gesetzlich verankert! Außerdem werden sich die 53% vermutlich nicht nur auf den Bildungsauftrag eingeschossen haben, sondern sich auch am Parteieneinfluß gestoßen haben! Und da hab ich heute in der Sendung “Hohes Haus” einen schönen Beitrag über den Herrn Ikrath, seines Zeichens Nationalratsabgeordneter der ÖVP und Generalsekretär des Sparkassenverbandes, gesehen, in dem er als liebender Familienvater und verantwortungsbewußter Bänker charakterisiert wurde- und das alles war offensichtlich ohne mehrmalige Seitenhiebe auf SPÖ und BAWAG nicht möglich…selbst in der Anmoderation…Ich möcht mir wieder mal sowas anschauen können, ohne spüren zu müssen wie sich mein Frühstück die Speiseröhre wieder hochwindet…
scheiße! das ist mir echt zu lang, um es zu lesen. ich habs kurz überflogen, aber da sind mir nur so stichworte wie und und abwandlungen von sein ins auge gestochen.
aber als jemand der keine ahnung vom thema hat, muss ich mal sagen, dass mich am orf nix stört, außer dass der sohn von der gehrer bei der zib arbeitet.
Fall Out Boy zusammen mit John Mayer covern einen Michael Jackson Klassiker. “Beat it” ist das Opfer und hier das aktuelle Video dazu.
Immer wenn man glaubt man hat alles gesehen, kommt so was…
Gestern hatte ich endlich die Gelegenheit Austrofred live zu erleben und die Betonung liegt auf erleben, denn dieser Mann ist wohl einer der urigsten Künstler überhaupt. In Österreich auf jeden Fall. Seine Begabung populäre Melodien (hauptsächlich von Queen) mit bekannten heimischen Texten (die er leicht verändert) zu vermischen hat ihn bereits zu einer “Urban Legend” werden lassen. Unterstützt wird seine Performance noch durch großartige Ansagen zwischen den Songs.
Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, hier gehts zu seiner Homepage. Aber unter uns, spielt euch nicht zu lange damit herum, findet lieber raus wann und wo das nächste Konzert ist. Den Champion muss man live erlebt haben.
“Fleisch ist mein Gemüse” ist ein Buch von Heinz Strunk, das ich vor einiger Zeit gelesen hab und jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ein unfassbar witziges Werk nach einer wahren Geschichte. Absolut lesenswert.
Mittlerweile ist auch schon verfilmt worden. Kinostart in Österreich sollte demnächst sein. Ob der Film an das Buch herankommt ist aber fraglich. Man darf gespannt sein.
9 Kommentare
Pietropizzi
24. May 2006 um 19:07
Dank der Promotion durch die Karo, bin ich schon auf der Liste. Macht auch mit!
VergL
24. May 2006 um 23:50
schon geschehn…
Funkmaster
25. May 2006 um 13:26
Bezüglich der sos-orf-Homepage: Ich finde diese Seite ist absolut inhaltslos. Das Einzige was es zu lesen gibt sind die Floskeln die man auch überall anders lesen konnte. Weiters wird nur Kritik geübt, aber es werden keine wirklichen Lösungen geboten, kaum Vorschläge gemacht WER diese bekrittelten Positionen besetzen sollte bzw. welche Vorraussetzungen diese Person mitbringen müsste. Natürlich abgesehen davon, dass Er/Sie keinerlei politische Meinung oder Orientierung haben sollte. Der Größte Witz an der Seite ist für mich der Punkt “Wer”, bei dem man nach jedem Namen der prominenten Unterstützer die Möglichkeit hat sich einzutragen. Auf mich wirkt diese Aktion nicht sonderlich gut strukturiert und lässt zu viele Fragen offen.
Ich fände es interessant wenn die Schöpfer der Petition ein Musterprogramm für einen Tag ORF-Fernsehen vorzeigen würden, da ja nicht nur die ZIB und die Politsendungen kritisiert werden sondern das gesamte Programm, inklusive der Abendfilme. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit einem intellektuell anspruchsvolleren Hauptabendprogramm glücklich wäre. Wir sind schließlich in Österreich.
Ich bin zwar auch der Meinung, dass der ORF unabhängig zu sein hat, dennoch finde ich das die ganze Situation übertrieben dargestellt wird, schließlich wird Keiner gezwungen sich dem Programm hinzugeben. Es steht Jedem frei sich seine Meinung selbst zu bilden und es stehen noch genug andere Medien zur Verfügung. Außerdem stelle ich in Frage wie sinnvoll eine Petition zur Befreiung des ORF ist wenn sich eine Partei (Die Grünen) auf der Liste verewigt. Das gibt Einem nicht unbedingt das Gefühl, dass sie es Anders machen würden, sondern mehr das sie sich beschweren, weil SIE nichts zu sagen haben.
Claudl
25. May 2006 um 20:46
Eine Petition ist ja im Prinzip nichts Anderes als eine Bitte oder Beschwerde, die man bei einer Behörde einreichen kann. Die Forderung nach qualitativ hochwertigerem Programm und Rückgang der Parteieneinflußnahme würde ich wohl als solches bezeichnen. Eine Petition ist allerdings kein Reformpaket, das dem Anspruch gerecht werden muß, konkrete Maßnahmen zu beinhalten, daher kann man den Initiatoren nicht unbedingt ankreiden, daß sie keinen Programm-Prototyp vorlegen.
Das Argument mit der Medienvielfalt und daß man nicht dazu gezwungen wird, sich den ORF reinzuziehen find ich nicht ganz so stichhaltig, weil man ja schließlich Gebühren dafür zahlt, ob man es sich ansieht oder nicht- da sollte man doch mitreden dürfen! Sonst bräuchte man auch keinen Konsumentenschutz oder Reklamationsabteilungen…wenn ich mit einer Ware oder Dienstleistung nicht zufrieden bin, hätt ich’s ja auch nicht unbedingt konsumieren müssen…und welches Unternehmen kann sich lange über Wasser halten, wenn etwa 53 % seiner Kunden( lt. Gallup-Institut) nicht zufrieden sind?!- Ganz recht: ein Öffentlich-rechtliches, aber sollte es die Kritik nicht trotzdem ernst nehmen???
Was die Sache mit dem intellektuell-anspruchsvollen Fernsehen betrifft möcht ich nur darauf hinweisen, daß der ORF per Mediengesetz(!) dazu verpflichtet ist Bildungsfernsehen zu betreiben…das heißt sicher nicht, daß jetzt 24 Stunden am Tag “Schulfernsehen” aus der Kiste flimmern muß, aber halbwegs anspruchsvolle Fernsehformate zur Geisterstunde zu verlegen oder ganz zu streichen, kann’s auch nicht sein.
Zu guter letzt möcht ich auch noch meinen Senf zur ORF-Besetzung abgeben: Kriterien für Personen in den Schlüsselfunktionen sollten sich- wie überall anders auch (…)- auf die Sachkompetenz beziehen und nicht darauf wie tief man in den Arsch eines Politikers kriechen kann…wenn Westenthaler, Molterer und Konsorten Beiträge kritisieren, sollte das nicht dazu führen, daß man Berichterstattung sofort so konzipiert, daß sie sich friedlich schnurrend wieder zurücklehnen können…
VergL
26. May 2006 um 01:15
Tatsächlich ist die Information, wer zum Beispiel -und vor allem warum, hinter den promineneten Namen steckt eher dürftig. Tatsächlich geht es aber um die politische Einflußname der regierenden. Was früher im “Gleichgewicht des Schreckens” lag, nämlich im alles bestimmenden Proporz, liegt nunmehr in einer einzigen politischen coleur.
Insbesondere die sehr wichtigen Nachrichtenmagazine ( Report, Sommergespräche, offen gesagt, zib, … ) unterliegen einem einzigen weiungsberechtigten. Und das gilt es kritisch zu betrachten. Mir selbst liegt an der Unterhaltungssparte weniger, weil sie dem öff.recht. Auftrag (Bildung, Politik, Kultur usf. ) hintangestellt ist.
Sicherlich ist es sehr fragwürdig, wenn ein ORF Werbung ausstrahlt wie es einem privaten zur Ehre gereichen würde… Siehe zum Beispiel den provokativ aufgeteilten Sendungskomplex von ‘Willkommen Österreich’ in mehrere Blöcke, um dazwischen zu werben.
Funkmaster
26. May 2006 um 14:01
Okay Claudl, wenn du sagst eine Petition ist nur dazu da Kritik anzubringen (was ich dir auch glaube), dann hab ich wohl ein Problem mit der Petition an sich, denn der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass der dümmste aller Dummen dazu in der Lage ist zu sagen, dass er etwas nicht mag. Von der intellektuellen Elite Österreichs kann man doch ein wenig mehr erwarten. Das ihnen der dabei entstandene Medienrummel sicher nicht schadet ist klar, aber das kennen wir ja schon von den Herren Haider und Strache, die genau diese Art der Politik benutzt haben bzw. es immer noch machen um an Popularität zu gewinnen.
Das bringt mich auch wunderbar zu Punkt 2, nämlich den Gallup-Umfragen. Wenn man eine Person fragt ob sie zufrieden sei wird sie fast immer antworten, dass es besser sein könnte. Du willst ein Beispiel? Gerne. Erinnern wir uns ein paar Jahre zurück als Umfragen vorgenommen wurden bezüglich der Regierung. Auch hier war die Mehrheit der Bevölkerungen unzufrieden und was ist passiert. Die gleichen Parteien wurden wieder gewählt. Damit will ich nur sagen, dass diese Umfragen nicht wirklich aussagekräftig sind.
Was das Bildungsfernsehen betrifft, auch ich bin der Meinung, dass der ORF seinem Bildungsauftrag nachzukommen hat, ich wage nur zu bezweifeln, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit mehr Bildungsfernsehen zufrieden wäre, oder glaubt ihr wirklich, dass 53% der Bevölkerung lieber eine politische Diskussion im Hauptabendprogramm hätten, als irgendeinen stupiden Krimi?
Claudl
28. May 2006 um 13:37
Ad 1: That’s democracy, Baby! Jeder darf eine Meinung haben und diese auch öffentlich machen- egal wie gut argumentiert oder durchdacht sie sein mag…und vergiss nicht: Diese “Dummen” machen auch am Wahltag ihr Kreuzerl. Eine Petition ist eines von den möglichen demokratischen Instrumenten, mit denen wahlberechtigte BürgerInnen, außerhalb der Wahlen zu Sachthemen Stellung nehmen können. Ich geb dir völlig recht, daß man, wenn man seine Meinung schon öffentlich macht, ein bißchen bessere Argumente haben sollte, als, daß es halt grad “ur cool” oder “in” ist für oder gegen etwas zu sein! Aber Demokratie ist-wie gesagt- die politische Form, die dem größten Vollkoffer erlaubt die Goschn aufzureißen! (nur um das kurz klarzustellen: Ich möcht mich hier nicht als Feind der Demokratie outen!!!
)
Apropos Volkoffer: Was an den Herrn Haider und Strache zu kritisieren ist, sind vielleicht die demagogischen Hetzreden- die Tatsache, daß sie eine bereits existierende Stimmung der Massen zur Mobilisierung für die eigene Sache benutzen ist aber ziemlich alltäglich. Dir, als BWL- Student, sind doch sicher gewisse Prinzipien des Marketings geläufig…und das hier ist ja nichts Anderes!
Ad 2: Ich glaub, ehrlich gesagt, nicht, daß die Leute bei solchen Umfragen aus Prinzip schon mal sagen, daß etwas besser sein könnte. Wenn’s eh paßt (der Gunkl hat das ja schon so schön gesagt!
), dann rümpft keiner die Nase…und dein Beispiel mit der schwarz-blauen Regierung hängt auch mit der politischen Kultur Öterreichs zusammen (zum Unterschied mit der Frankreichs beispielsweise, wo die Leute politischer und weitaus aufmüpfiger sind als hierzulande..) und mit den Erwartungen, die die WählerInnen an eine stärkere ÖVP hatten, aber das führt hier zu weit und bezieht sich nicht mehr auf das eigentliche Thema.
Ad 3: Wie ich schon in meinem vorhergehenden Kommentar bemerkt hab, geht es wohl weniger darum den ORF ausschließlich als Bildungsrundfunk umzugestalten, aber ein gewisses Maß sollte schon gewährleistet sein! Nicht umsonst ist der Bildungsauftrag gesetzlich verankert! Außerdem werden sich die 53% vermutlich nicht nur auf den Bildungsauftrag eingeschossen haben, sondern sich auch am Parteieneinfluß gestoßen haben! Und da hab ich heute in der Sendung “Hohes Haus” einen schönen Beitrag über den Herrn Ikrath, seines Zeichens Nationalratsabgeordneter der ÖVP und Generalsekretär des Sparkassenverbandes, gesehen, in dem er als liebender Familienvater und verantwortungsbewußter Bänker charakterisiert wurde- und das alles war offensichtlich ohne mehrmalige Seitenhiebe auf SPÖ und BAWAG nicht möglich…selbst in der Anmoderation…Ich möcht mir wieder mal sowas anschauen können, ohne spüren zu müssen wie sich mein Frühstück die Speiseröhre wieder hochwindet…
itachi
31. May 2006 um 11:25
scheiße! das ist mir echt zu lang, um es zu lesen. ich habs kurz überflogen, aber da sind mir nur so stichworte wie und und abwandlungen von sein ins auge gestochen.
aber als jemand der keine ahnung vom thema hat, muss ich mal sagen, dass mich am orf nix stört, außer dass der sohn von der gehrer bei der zib arbeitet.
pinkbravo
06. July 2006 um 16:43
http://www.youtube.com/watch?v=CjprDSRMk2s
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Nur ganz kurz
Beat it
16. May 2008 › 0 Kommentare ›
Fall Out Boy zusammen mit John Mayer covern einen Michael Jackson Klassiker. “Beat it” ist das Opfer und hier das aktuelle Video dazu.
Immer wenn man glaubt man hat alles gesehen, kommt so was…
Austrofred
08. May 2008 › 1 Kommentar ›
Gestern hatte ich endlich die Gelegenheit Austrofred live zu erleben und die Betonung liegt auf erleben, denn dieser Mann ist wohl einer der urigsten Künstler überhaupt. In Österreich auf jeden Fall. Seine Begabung populäre Melodien (hauptsächlich von Queen) mit bekannten heimischen Texten (die er leicht verändert) zu vermischen hat ihn bereits zu einer “Urban Legend” werden lassen. Unterstützt wird seine Performance noch durch großartige Ansagen zwischen den Songs.
Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, hier gehts zu seiner Homepage. Aber unter uns, spielt euch nicht zu lange damit herum, findet lieber raus wann und wo das nächste Konzert ist. Den Champion muss man live erlebt haben.
Fleisch ist mein Gemüse
21. April 2008 › 1 Kommentar ›
“Fleisch ist mein Gemüse” ist ein Buch von Heinz Strunk, das ich vor einiger Zeit gelesen hab und jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ein unfassbar witziges Werk nach einer wahren Geschichte. Absolut lesenswert.
Mittlerweile ist auch schon verfilmt worden. Kinostart in Österreich sollte demnächst sein. Ob der Film an das Buch herankommt ist aber fraglich. Man darf gespannt sein.
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