Schon seit Jahren erfreuen die Musiker von Simple Plan ihre, hauptsächlich minderjährigen, Amerikanischen Fans mit eingängigen Songs und sind damit recht erfolgreich. Der Weg über den großen Teich ist ihnen aber noch nicht so wirklich gelungen. Vielleicht mit ihrem neuen Album, das den leicht zu merkenden Namen “Simple Plan” trägt.

Es gibt viele Gründe Simple Plan, die Band, zu mögen und wie es sich für Musiker gehört sind diese Gründe Songs. Die Mischung aus Highschool Punkrock und Jugend-Reflektierenden Poprock hat die Gruppe erfolgreich gemacht und zu Hits geführt, die Jung und Alt erfreuen sollten. Ganz an Europa vorbei gegangen sind diese Tracks bisher aber nicht. “Welcome to my life” und “Perfect” hat man hier in Werbung und Musikfernsehen schon gehört, “Me against the world” und “I´d do anything” sollte man kennen (wollen).

Und dennoch, bisher gab es keinen nennenswerten Erfolg in Europa. Ob “Simple Plan“, das Album, daran etwas ändern wird ist fraglich. Denn was beim ersten durchhören noch als durchgehend gut aufgenommen wird verliert beim mehrfachen abspielen ein wenig an Tiefe. Etwas simpel eben. Es sind Hits, die Bands groß werden lassen und wenn das mit den bisherigen Werken nicht gelungen ist wird es diese CD sehr schwer haben.

Mit der aktuellen Single “When I´m gone” und “Time to say goodbye” sind zwar zwei potentielle Chartstürmer zu finden aber keine Top 10 Songs (zumindest nicht in den europäischen Charts). Überzeugend aber nicht überragend sind noch “The end“, “Love is a lie” und “Running out of time“.

Simple Plan” von Simple Plan ist ein souveränes Album. Durchgehend brauchbar mit einigen Höhen und wenigen Tiefen. Für Freunde des Genres ein sicherer Kauf. Wohin der Weg der Band führen wird bleibt indes fraglich. Das mittlerweile 3. Album von Simple Plan offenbart mehr einen Rückschritt als eine musikalische Weiterentwicklung. So ungern man das auch tut (vor allem weil die Musik Spaß macht), langsam fragt man sich wann die Burschen erwachsen werden…

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