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Pietropizzi ›
Es ist Sonntag ein Tag den ich gar nicht mag weil ich mich sonntags viel zu viele dumme Fragen frag. Sonntags ist es ruhig und still und ich weiß nicht wie und was ich machen will…
Mit dem Lied „Sonntag“ haben Fettes Brot die Thematik dieses Tages wirklich wunderbar erfasst und ich glaube sagen zu können, dass ich nicht allein damit bin, dass ich mich schon oft gefragt hab was man am „Tag des Herrn“ machen kann.
Um den Sonntag halbwegs definieren zu können muss man von allgemeinen Annahmen ausgehen. So nehmen wir jetzt also an, dass der Samstag ein Party-Tag ist, was bedeutet, dass der Handlungsradius aufgrund der nächtlichen Exzesse etwas eingeschränkt ist. Also was kann man jetzt mit diesem Sonntag machen?
Bei vielen von uns, vor Allem bei denen die bereits das elterliche Domizil verlassen haben, bedeutet Sonntag Mittagessen bei den Eltern. Das ist schon Tradition und bietet Vater und/oder Mutter die Möglichkeit den eigenen Sprössling gelegentlich zu Gesicht zu bekommen. Für uns „Kinder“ ist das allerdings nur ein kurzes Vergnügen (falls überhaupt. Das ist von der Familie abhängig) da man nach 1 ½ Stunden schon wieder am Heimweg sein kann. Das sinnvolle an dieser Beschäftigung ist eigentlich, dass man nicht den ganzen Tag im Bett rumgammelt und ein kostenloses(!) Essen bekommt.
Wenn man Sport nicht nur als Hobby betreibt sondern in irgendeiner Form Meisterschaft spielt ist man es gewohnt sonntags ein Match zu haben. Mit der Anreisezeit, der Vorbereitung, dem Spiel selbst, dem Duschen und dem Sieg feiern bzw. der Nachbesprechung kann man ganz leicht einen halben Tag Rumbringen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es kaum Sportarten gibt bei denen eine Saison das ganze Jahr dauert. Also wieder zurück zum Anfang.
Meiner Erfahrung bzw. Erinnerung nach sind die Sonntage in einer Beziehung etwas abwechslungsreicher. Oft wird bei einer der Familien zu Mittag gegessen, gefolgt von Aktivitäten wie spazieren gehen oder kleinen Ausflügen. Die Gefahr, dass Langeweile aufkommt ist auch schon deswegen geringer weil ein Pärchen fast immer eine Möglichkeit findet sich zu beschäftigen.
Wenn du einen oder zwei dieser Punkte erfüllst hast du schon viel erreicht, weil du zumindest irgendwann im Laufe des Tages deinen Arsch hochkriegst und nicht nur lethargisch vor dem Fernseher herumhängst. Wenn du schon einmal in Bewegung bist gebietet das Gesetz der Trägheit, dass die Chancen gut stehen, dass du für weitere Aktivitäten bereit bist.
Wenn du alle 3 Punkte erfüllst hast du wahrscheinlich ein stressiges Leben und musst dich laufend entscheiden, was du vernachlässigen kannst. Möglicherweise ist dann sogar ein Montag eine verlockende Angelegenheit.
Wenn du keinen dieser Punkte erüllst kennst du wohl den
In diesem Fall bist du es gewohnt so lange zu schlafen wie du möchtest um dann einen gemütlichen Tag zu Hause zu verbringen. Das Hauptziel eines solchen Tages ist es sich bloß nicht zu sehr anzustrengen. Schon gar nicht geistig. Was glaubst du warum es die Formel 1 gibt. Lernen ist irgendwie kein Thema und auch die anderen Kleinigkeiten, die man schon so lange vorhat zu machen reizen Einen irgendwie nicht. Du hast dir die Ruhe verdient und lass dir auf keinen Fall einreden, dass es schlecht ist inaktiv zu sein. Bei Vulkanen beschwert sich ja auch keiner. Du bist der Herr der Lage und wenn du Lust dazu hättest würdest du was machen.
Aber vergiss nicht: Kein Stress!
Es ist Sonntag
10 Kommentare
Bender
28. May 2006 um 09:44
Ich bin nicht unsportlich! Naja, jedenfalls nicht freiwillig, ich muss mich ja noch schonen.
Egal, ich gehe jetzt mein Bad putzen weil ich nicht so faul bin!
marüün
28. May 2006 um 09:58
Geiler Artikel, ich hab mich voll abgepeckt, außerdem triffst du’s ur auf den Punkt! Ich muss fettem Brot zustimmen: Sonntage sind scheiße. Heute ist einer, alle anderen schlafen noch, das Wetter ist scheiße, alles ist doof. Und Fernseher hab ich keinen.
itachi
28. May 2006 um 13:51
ich find sonntage voll ok. die entsprechen genau meiner persönlichkeit.
wie erwähnt ist der samstag der hauptpartytag. den sonntag gibts folglich genau deshalb um den kater auszukurieren. da pennt man eh bis 12, 13, 14 uhr oder noch länger, was den ganzen tag schon mal halbiert. dann geht man nach einem häferl kaffee mal ausgiebig aufs töpfchen, schreibt ein, zwei kommentare in foren oder weblogs, um anschließend wieder schlafen zu gehen. und wenn man wie ich krank ist schnäuzt man sich halt auch noch ein paar mal. also was soll daran schlimm sein?
VergL
28. May 2006 um 23:29
…wenn man arbeiten muss
Bender
29. May 2006 um 12:51
Die Brote kommen übrigens auch auf die Insel. Aber am Samstag. Da wird der nachfolgende Sonntag wohl auch so einer.
Ach ja, mein Bad ist jetzt sauber.
Pietropizzi
30. May 2006 um 20:50
Sonntag. Mein liebster Tag in der Woche. Ach was, so ein Schwachsinn, noch nie konnte ich diesen Tag leiden. Das hat aber nicht direkt etwas mit dem Sonntag selbst zu tun, sondern liegt viel mehr an dem darauf folgenden Montag und überhaupt der ganzen Woche. Um wirklich entspannt zu sein und etwas genießen zu können, muss für mich die Aussicht in die nahe Zukunft zumindest nicht total schwarz sein, sonst funktioniert es einfach nicht.
Der Sonntag selbst ist mal schlimmer mal besser, wie auch jeder andere Tag in der Woche. In einer Beziehung ist der Sonntag tatsächlich besser als als Single, denn er ist einfach abwechslungsreicher und es ist meistens was zu tun. Wie du schon richtig gesagt hast, verbringt man den Sonntag dann entweder zusammen bei der eigenen Familie, oder bei der anderen. Oder man verbindet gleich alles und es gibt ein großes Familientreffen
Das kommt allerdings nicht so oft vor.
Der Sonntag ist also voll ok, er hat nur Pech mit seinem bösen Nachbarn.
marüün
31. May 2006 um 01:48
Der beste Tag ist einfach der Freitag.
Funkmaster
31. May 2006 um 10:29
Bender, ich hoffe du hast dich nicht zu sehr angegriffen gefühlt. (
) Ich freu mich auf jeden Fall für dein Bad. Genauso freu ich mich wenn euch der Artikel gefallen hat. So war es auch gedacht!
Claudl
31. May 2006 um 12:04
Tja, der Sonntag ist wohl prädestiniert ein Scheißtag zu sein- als 7. Tag der Woche (ich erinnere nur an “Das verflixte 7. Jahr”)- das kann ja schon nichts Gutes verheißen! Außerdem verfestigt sich sein Image mit Ereignissen wie dem Bloody Sunday…und überhaupt, ist der Sonntag der Tag der gebrochenen Versprechen an sich selbst- egal, ob man sich vorgenommen hat eine ausgiebige Lern- Session einzulegen, sich beim Putzen/Z’sammräumen der Wohnung zu entfalten oder einfach mal vor die Tür zu gehen und ein paar Freunde treffen- letztendlich fristet man ein Dasein als verkaterte, stinkfaule Kellerassel, am Ende des Tages weiß man doch wieder nicht, ob man tatsächlich ein Bett besitzt oder auf einem Stapel Bücher und Wäsche schläft und die Skripten liegen irgendwo verstaubt im letzten Winkel herum.
Naja, vielleicht wird’s Zeit die Aktion “Rettet den Sonntag” ins Leben zu rufen mit lustigen Wandertagen, anregenden Lerngruppen (saisonbedingt auch im Freien organisierbar) und für die Montags-Hysteriker gibts dann autogenes Training, Selbsthilfegruppen und Vortragsreihen mit Themenschwerpunkten wie “Step by Step-der Sonntag ist Sonntag und der Montag is ma wurscht!” oder “Carpe diem-wir könnten schon Sonntag-Nacht sterben und haben am Montag frei!”….
Bender
31. May 2006 um 19:40
Claudl, die Idee ist nicht schlecht. Und das Timing wäre grad perfekt, immerhin beginnt - rein theoretisch, auch wnn man’s kaum glauben kann - die Grillfest-Saison. Da kann der allfällige Kater mit Bratwurscht und Reparatur-Seidl bekämpft werden, nackte Zehen sich im Gras rollen und der blasse Studententeint eine wohlige Bräunung erfahren.
Durch derartige Aktionen wäre der Sonntag als solcher sicher aufzuwerten. Oder durch eine großangelegte PR_Aktion mit Spots auf Ö3, Prominenten Fürsprechern (”Sonntag ist Super!” sagt auch Susi Riess-Passer) und Schöner-Sonntag-Sackerl bei McDonald’s. Hmmm…
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Beat it
16. May 2008 › 0 Kommentare ›
Fall Out Boy zusammen mit John Mayer covern einen Michael Jackson Klassiker. “Beat it” ist das Opfer und hier das aktuelle Video dazu.
Immer wenn man glaubt man hat alles gesehen, kommt so was…
Austrofred
08. May 2008 › 1 Kommentar ›
Gestern hatte ich endlich die Gelegenheit Austrofred live zu erleben und die Betonung liegt auf erleben, denn dieser Mann ist wohl einer der urigsten Künstler überhaupt. In Österreich auf jeden Fall. Seine Begabung populäre Melodien (hauptsächlich von Queen) mit bekannten heimischen Texten (die er leicht verändert) zu vermischen hat ihn bereits zu einer “Urban Legend” werden lassen. Unterstützt wird seine Performance noch durch großartige Ansagen zwischen den Songs.
Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, hier gehts zu seiner Homepage. Aber unter uns, spielt euch nicht zu lange damit herum, findet lieber raus wann und wo das nächste Konzert ist. Den Champion muss man live erlebt haben.
Fleisch ist mein Gemüse
21. April 2008 › 1 Kommentar ›
“Fleisch ist mein Gemüse” ist ein Buch von Heinz Strunk, das ich vor einiger Zeit gelesen hab und jedem nur wärmstens empfehlen kann. Ein unfassbar witziges Werk nach einer wahren Geschichte. Absolut lesenswert.
Mittlerweile ist auch schon verfilmt worden. Kinostart in Österreich sollte demnächst sein. Ob der Film an das Buch herankommt ist aber fraglich. Man darf gespannt sein.
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