Es ist eigentlich gar nicht so selten, dass sich Schauspieler auch zur Musik berufen fühlen und im Laufe ihrer Karriere eine Single oder gar ein Album veröffentlichen aber dennoch überrascht es einen immer wieder. Unnötig zu erwähnen, dass dies auch bei Steven Seagal der Fall ist, der mit seiner Blues-Band Thunderbox gerade das zweite Album herausgebracht hat.

Steven Seagal kennt man als Action Held der 90er, der in zahlreichen Filmen alle erdenklichen Probleme überwunden hat um den Bösewichten mit seinem Karate in den Arsch zu treten. Er ist einer dieser Untouchables und filmisch sicher in einem Atemzug zu nennen mit Größen wie Chuck Norris, Jean-Claude van Damme oder Michael Dudikoff. Doch während er im TV als Actionheld agiert ist er als Musiker bzw. als Sänger im Bereich des Blues zu finden.

Das aktuelle Album “Mojo Priest” ist eine sehr stimmungsvolle CD die auch Hörern, die nichts vom Blues verstehen, Freude bereiten sollte, da sie musikalisch recht simpel gehalten wurde. Das heißt, es wurde auf Melodien aufgebaut, die einem bekannt vorkommen und die eindeutig als Blues zu identifizieren sind und bezieht sich sicherlich nicht auf die Musiker, die hier gekonnt aufspielen. Auch Steven Seagal liefert am Mikrofon eine souveräne Performance ab.

Da die Platte wie aus einem Guss ist, fällt es schwer zu sagen was besonders hörenswert ist. Den besten Eindruck verschafft man sich wohl wenn man mal die Songs “She dat pretty“, “Love doctor“, “Hoochie Koochie Man” und “Talk to my ass” abspielen lässt.

Mojo Priest” von Steven Seagal and Thunderbox ist ein Album, das sehr schön die Freude an der Musik der Interpreten aufzeigt, wobei die Aufmerksamkeit die es genießen könnte wohl mit dem prominenten Frontmann zu tun haben wird. Dennoch hat es schon etwas besonders zu wissen, dass die Stimme der man zuhört dem Hünen mit den langen Haaren gehört, dessen Abenteuer man schon zahllose Male in der Nacht verfolgt hat. Auf jeden Fall eine CD, die man sich mal anhören kann.

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