Diesen Montag gingen der Funkmaster und ich in Begleitung von zwei wundervollen Damen zum Sunrise Avenue Konzert in der Arena. Abgesehen von der finnischen Hauptband durften wir davor noch die Gruppe »Christian Venus« hören, deren Name eigenartig, Musik ok und Sprache leider nur zu bekannt ist. Warum das so ist, wie sich Sunrise Avenue selbst geschlagen haben, warum sitzen beim Konzert in Ordnung geht und wie man Biergrößen noch staffeln kann, das alles werdet ihr gleich erfahren.

In der Arena

»Christian Venus«. Das war das erste was man in der Halle in großen Buchstaben auf einer Leinwand über der Bühne lesen konnte. Das musste wohl der Name der Vorband sein, dachte ich, und etwas eigenartig ist er schon: Christliche Venus, naja. Aber gut, viele Namen sind schon vergeben, man muss sich also etwas Neues einfallen lassen. Wir hingegen gingen eher Bekanntem nach und stellten uns bei der Bar für Bier an, wo mir wiederum sofort auffiel das man sich hier für eine ungewöhnliche Biergrößenstaffelung entschieden hatte: 0.25, 0.33 und 0.5 Liter gab es zur Auswahl. Bei der Entscheidung zwischen den ersten beiden Möglichkeiten musste man den eigenen Durst schon sehr genau einschätzen können um richtig zu wählen, weshalb ich mich der Einfachheit halber entschloss bei der einzig gewohnten Größe zu bleiben. Unsere hart »erstandenen« Getränke balancierend mussten wir uns nun für einen Platz entscheiden: fast ganz vorne stehend, oder hinten sitzend? Wir entschieden uns fürs sitzen und im nachhinein erschien mir das richtig, da es ein viel gemütlicherer und somit genussvollerer Abend geworden ist, als wenn man mit den hüpfenden 15-jährigen (Mädchen) in den ersten Reihen fertig werden müsste. Wir werden halt auch nicht jünger…

Christian Venus

Als die Vorband schließlich auf die Bühne kam wich meine Verwunderung, denn es stellte sich heraus das wir es mit einem jungen Mann namens Christian Venus zu tun hatten, der aus Hamburg kam und mit seiner Band dem Hauptact höflicherweise nicht die Show stehlen wollte. Zumindest war die Leistung dazu etwas zu schwach. Vor allem der Sänger selbst konnte weder durch die Texte (»Es ist drei Uhr morgens und ich weiß nicht wo ich bin, der Nachtbus fährt doch keiner weiß wohin …«), noch durch seine Bühnenperformance (zumeist eine etwas verkrampfte ich-muss-gleich-aufs-Klo Stellung) überzeugen. Es war jetzt keine musikalische Katastrophe, aber eine Offenbarung eben auch nicht unbedingt, was wie gesagt noch Raum genug für Sunrise Avenue lies.

Sunrise Avenue

Diese enttäuschten wiederum überhaupt nicht und sorgten den restlichen Abend für eine sehr gute Stimmung in der Arena. Gespielt wurde wenig überraschend das einzige Album On the Way to Wonderland, dieses aber bis auf »Into the Blue« komplett. Um dem Publikum etwas mehr zu bieten wurden immer wieder ein paar nett gemachte und witzige Einlagen geliefert. So wurden fremde Songs angespielt (zum Beispiel »Britney Spears«, oder Rihanna’s »Umbrella«) und fast alle Bandmitglieder hatten einen langen Soloteil für sich. Auf jeden Fall wirkte Sunrise Avenue sympatisch und war meiner Meinung nach definitiv konzertwürdig.