Was hier nach einem ganz furchtbaren Titel klingt ist das Amalgam dreier namhafter Künstler, die ihre neuen Alben kürzlich auf den Markt geworfen haben. Britney, Will.i.am und die Backstreet Boys.

Britney Spears - Blackout

“It´s Britney, Bitch” sind die ersten Worte die man zu hören bekommt und dann geht es auch schon los mit der aktuellen Single “Gimme more“. Was hier wie der Soundtrack eines Pornos klingt (viel Gestöhne mit Musik unterlegt) ist tatsächlich das, womit Britney an alte Erfolge anknüpfen möchte. Wow. Naja, sachlich gesehen ist das Album sehr danceig geworden ohne dabei zu melodiös zu wirken. Über gut oder schlecht lohnt es hier nicht zu schreiben, wir befinden uns in einer anderen Dimension. Ach ja, ein bisschen Hip Hop fließt ebenfalls ein. Und gerade wenn das zuhörende Wesen (man möchte das hier keinem Geschlecht anlasten) denkt, zumindest keine Girlie-Balladen, ist die Scheibe zum Glück aus.
Wahnsinn, man hätte doch gedacht, und die Geschichte hat auch dieses Gefühl vermittelt, dass exzessiver Alkohol- und Drogengenuss zu Kreativität führen und nicht zu Titeln wie “Hot as ice”. Was soll das überhaupt heißen? So ein Dreck. Fassungslos und leicht verstört bleibt noch zu bemerken, dass dieses Album dennoch erfolgreich sein wird. Aber auch nur deswegen weil zurzeit kaum jemand so polarisiert wie Miss Britney Spears. Wahnsinn.

Backstreet Boys - Unbreakable

Nach ihrem (gar nicht so schlechten) Comeback vor 2 Jahren wagen sich die Backstreet Boys, zusammen mit ihrer Single “Inconsolable” erneut auf dem Markt. Der Song wirkt dabei reichlich durchschnittlich ist dafür aber leicht als Werk der mittlerweile nur noch 4 Jungs zu erkennen und, wie sich beim durchhören des Albums herausstellt, auch mit Abstand die beste Neuentwicklung. Und das ist extrem enttäuschend, denn selbst wenn man die Gruppe nie überragend fand, wurde man dennoch immer wieder mit eingängigen bis unterhaltenden Tracks versorgt. Die Lieder des aktuellen Werkes sind dagegen (alle) unspektakulär bis schlecht. Auch weil die wenigen brauchbaren Ideen schon vor Jahren in irgendeiner Weise verwendet wurden.
Diesmal also nicht und natürlich wird die Frage nach der Zukunft der Backstreet Boys aufgeworfen. Unbreakable? Wir werden sehen.

Will.I.Am - Songs About Girls

Da die Black Eyed Peas als Gruppe mittlerweile äußerst etabliert sind können es sich die Protagonisten leisten musikalisch zu experimentieren. Das heißt Solokarriere. Fergie hat schon gezeigt, dass Musik nicht nach Musik klingen muss um erfolgreich zu sein und jetzt macht auch Will.i.am sein Ding.
Das Soloalbum ist bereits am Markt und auch die dazugehörende Auskopplung “I got it from my Mama” gibt es bereits zu hören. Auch hier ist die Single zu den besseren Tracks zu zählen, denn was dem Hörer präsentiert ist sicherlich solider Hip Hop aber letztendlich zu unspektakulär um jemanden mitzureißen. Ganz nett ist noch “Heartbreaker“, das war es dann aber auch schon. Schade eigentlich.