Welche passender Titel für das folgende Review. Einerseits über Gruppen von denen man bisher wenig bis gar nichts gehört hat, andererseits über das neue Album von Matt Costa, das nun mal diesen Titel trägt. Darum fangen wir auch gleich mit ihm an.

Matt Costa - Unfamiliar Faces

Ehemals als Jack Johnson Klon verschrien und dadurch kurz gehypt konnte Matt Costa sich nie wirklich durchsetzen. Zwar war sein letztes Album wirklich nett, die Charts konnte er ohne wirkliche Hits allerdings nicht erobern.
Ähnlich wird es ihm wohl auch mit dem aktuellen Werk “Unfamiliar Faces” ergehen. Zwar sind zahlreiche chillige Songs zu finden, nur beweisen diese äußerst geringen Wiedererkennungswert. Am ehesten stechen die Songs “Emergency Call” und “Unfamiliar Faces” heraus, Hits werden diese aber eher nicht werden. Und damit alles wie gehabt, bei Matt Costa.

Augustana - All The Stars And Boulevards

Augustana ist eine Amerikanische Band, die sich bisher noch nicht allzu großer Bekanntheit erfreut. Vom Talent her könnten sie aber jede Sekunde ihren Durchbruch feiern, da sie auf äußerst angenehme Weise positive Eigenschaften bekannter Gruppierungen wie Dashboard Confessional, Stereophonics, Lifehouse und sogar U2 verbinden. Das äußert sich vor allem in den ruhigeren Nummern des aktuellen Albums, das bereits 2006 in den USA veröffentlicht wurde.
Songs, die das verdeutlichen, sind neben ihrem bekanntesten Werk “Boston” noch “Sunday Best“, “Mayfield” und “Stars And Boulevards“, die ein durchgehend gutes Werk abrunden.
Eine sehr erfreuliche Entdeckung, in die man mal reinhören sollte.

Dover - 2

Wie in den aktuellen Top 5 bereits erwähnt, Spanischer Rock, was die Gruppe Dover für sich allein schon interessant macht. Das Album “2” kann diese, naja nennen wir es mal, Faszination noch erweitern, indem den Hörern ein musikalische Bandbreite auf 2 CDs geboten wird, die bisher allerhöchstens von den guten alten Bravo Hits geboten wurde. CD 1: Rock, CD 2: Dance. Verwirrend, ja aber scheinbar dadurch rechtzufertigen, dass dieser Sampler digital remastered wurde. Hmm
CD 1 bietet uns soliden Rock, der vor allem durch die Stimme der Sängerin an Außergewöhnlichkeit gewinnt. Neben “Cherry Lee” erweisen sich hier noch die Songs “”Loli Jackson“, “DJ” und “The Flame” als gut.
CD 2 ist ein Dance Fiasko vom Feinsten. Nach dem leicht verstörenden Track 1 (”Soldier“), der unglaublich stark an Gigi D’Agostino erinnert, stößt man größtenteils auf dancig aufpolierte Tracks. Teilweise von der 1. CD, teilweise ältere Stücke. Hier kann man getrost wieder und wieder auf next drücken wenn man sich wiederholtes “auf den Kopf greifen” ersparen möchte.
Von gut bis schlecht, hier ist für jeden etwas dabei. Interessant auf jeden Fall und offensichtlich die beste “Rock & Sonstiges”-Band aus Spanien.